Wer verpasst den Mitmach-Web-Zug als nächstes?

Die Ersten welche den Web Zug verpasst haben, waren die grossen Verlags-/Medienunternehmen. Einige versuchten nachträglich ein Ticket zu ergattern und kauften sich in den, mit zu hoher Geschwindigkeit rollenden Zug ein, meistens ohne Erfolg.

zug

© Etienne Rheindahlen / PIXELIO

Als nächstes stehen wohl Musik und TV Branche auf der Liste, welche es beide wahrscheinlich auch verpassen werden, auf den Zug aufzuspringe. Beide sehen offensichtlich die Zeichen der Zeit, verstehen sie aber komplett falsch. Und statt mit dem Zug mitzufahren, versucht man ihn zu stoppen, was ein sinnloses Unterfangen ist.

Danach kann es meiner Meinung nach wirklich jeden treffen, der nicht aufpasst. Denn das Web wird gleichzeitig sowohl international wie auch regional. Dass heisst, sind es jetzt noch hauptsächlich die Grossen, welche zum Thema in Blogs und Communitys gemacht werden, so werden bald auch alle regionalen Unternehmen vermehrt thematisiert werden.

Somit wird man nicht mehr nur Diskussionen zu diesem oder jenem Medienunternehmen finden, sondern auch über den lokalen Elektriker oder den Metzger um die Ecke. Obwohl diesen kleinen Unternehmen wahrscheinlich noch ein wenig Zeit bleibt, glaube ich dass nur die wenigsten darauf reagieren werden resp. können. Denn im Gegensatz zu den grossen Medienunternehmen, verfügen kleine Unternehmen nicht über das wissen im Umgang mit Social Media. Bei den Grossen liegt das Problem eher darin, dass man nicht damit umgehen will.

Ich denke, dass es in Zukunft viele kleine Unternehmen geben wird, welche eine gewisse online Reputation haben, welche aber gar nichts davon wissen. Im Sinne von “Internet? Ja klar, wir haben eine Website!”. Dass es aber auch möglich ist, dass es neben der eigenen Website noch weitere Informationen zum Unternehmen im Web gibt, dürfte vielen kleinen Unternehmen nicht bekannt sein.

zeit

© Maren Beßler / PIXELIO

Hier liegt es dann vor allem am “Webmaster” oder an Freunden, den Unternehmer aufzuklären. Ich gehe davon aus, dass es in Zukunft neben Tools wie Google Alert, noch viele weitere Möglichkeiten geben wird, um die eigene Reputation im Blick zu haben. Und zwar auf einfache Weise, damit auch ein Unternehmer damit zurecht kommen wird, welcher nicht viel mit dem Internet zu tun hat. Die Schwierigkeit für die Unternehmer wird allerdings sein, diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Dazu braucht es natürlich auch ein wenig Glück. Zum Beispiel dank einem Mitarbeiter, welcher sich irgendwo für das Web interessiert und der diese Entwicklung erkennt.

Bei vielen kleinen Unternehmen wird es allerdings so sein, dass man vom ganzen Social Web/Media erst Wind bekommt, wenn es zu negativer Reputation kommt.

Deshalb ein Tipp an alle: Falls du einen Unternehmer kennst, welche Branche auch immer, mache ihn auf diese Entwicklung aufmerksam. So dass er zumindest einmal etwas davon gehört hat.

Bilder von Pixelio

— RSS Feed —
Hat dir der Beitrag gefallen? Abonniere den RSS Feed!

2 replies
  1. MillionMaker
    MillionMaker says:

    Hi sehr guter Artikel find ich gut ;-) Auch in der Autobranche haben viele Unternehmen ihren Zug sprichwörtlich verpasst, indem sie eher auf Spritfressende Autos anstatt auf kleine Stadtautos gesetzt haben.

    Ich denke auch diese Bereinigung tut manchmal auch gut. Somit sollten Konzepte, die sich nicht mehr auszahlen auch eingestellt werden ohne dass daran vergeblich festgehalten wird.
    naja man wird sehen was die Zeit so bringt.
    lg

  2. dani
    dani says:

    Gut, die Auto Branche hat sicher auch ihre Probleme. Aber ich würde dies nicht auf das “Stadt-Auto statt Offroader” zurück führen. Das mag in Deutschland zutreffen, aber hier in Costa Rica und wohl dem restlichen Lateinamerika kannst du niemandem einen Kleinwagen verkaufen, nicht auf diesen Strassen ;-)

Comments are closed.