Schaltet Google die Analytics Konkurrenz aus?

shutdownFür die Verwendung eines Analyse Tools gibt es natürlich vielerlei Grunde. Klar will man wissen, wie viele Besucher man hat, aber weit aus interessanter ist die Herkunft. Und wenn ich nun sehe, dass meine Besucher von Google kommen, dann möchte ich natürlich auch wissen warum, sprich was der Besucher denn gesucht hat, was ihn auf meine Seite gebracht hat.

Nun haben allerdings schon diverse Webseitenbetreiber (Link 1, Link 2), welche nicht Google Analytics verwenden, festgestellt, dass immer wieder Besucher über Google kommen, welchen kein Keyword zugeordnet wird. Was passiert da?

Eine Suchanfrage bei Google wird normalerweise in der URL übermittelt. Das heisst das ein Analytics Tool, das Keyword aus der URL herauslesen kann. Das sieht so aus:

http://www.google.com/search?q=efo.ch

Offensichtlich kommt es nun aber vor, dass Suchanfragen auch so übermittelt werden:

http://www.google.com/#q=efo.ch

Das Ergebnis für die Suche ist das gleiche. Das Problem ist allerdings, dass alles was hinter # steht, nicht als Refferer übermittelt wird. So wird bei Analitcs Tools nur http://www.google.com/ als Refferer aufgeführt ohne einen Hinweis auf das Keyword zu geben.

statsWenn nun alle Konkurrenzprodukte von Goolge Analytics keine Angaben über Keywords machen können, sind sie wohl auch keine echte Konkurrenz mehr.

Es ist zwar noch nicht klar, ob das nur ein Test ist oder was genau das zu bedeuten hat, aber wenn Google die Konkurrenz so ausschalten würde, wäre das schon richtig krass.

Im weiteren könnten auch diverse Firefox Plugins oder Keyword Tools betroffen sein.

8 comments

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    Das ist ja ein böses Szenario, welches du hier beschreibst! Ich bin zwar kein Programmierer, aber sollte es nicht einfach möglich sein, das =q zu erkennen und zu verarbeiten?

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    Offensichtlich scheint es so zusein, dass alles was in der URL hinter # steht, nicht übermittelt werden kann.

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    Flo

    Sieht für mich eher nach einem Unfall oder sonstigem Experiment aus. Zum einen sieht auch Analytics den Teil hinter dem # nicht und zum anderen ist dieser Teil einfach generell unnötig. Man könnte die Parameter einfach generell nicht über die URL übertragen (so wie wenn man sich bei seinem favorisierten Webmailer einloggt - da steht dann ja auch nicht das Passwort in der URL), wenn man die Suchbegriffe verbergen will.

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    Ich bin mir sicher, dass Google da auch einen anderen Weg finden wird, diese Daten von der Suchmaschine zu Google Analytics zu bringen, ohne dass sonst jemand darauf zugreifen kann...

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    Malte Landwehr

    Generell könnte ich mir aber schon vorstellen, dass Google die Ãœbermittlung der URL per Referrer bald abschaltet um die Leute zu Analytics zu zwingen. @Flo, Analytics könnte diese Information aber intern auslesen. Diese Möglichkeit haben andere Webanalytics-Tools nicht.

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    Carsten

    Ich nutze auch kein Analytics mehr und habe keine Probleme. http://www.blog.datenwachschutz.de/2009/01/bye-bye-google-analytics-die-wohl-beste-alternative-fuer-analytics/ <- einfach mal testen ;-)

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    Fixi

    Vieleicht sollte mann darauf hinweisen, dass Seiten mit Google-Analytics in Deutschland gegen den Dateschutz verstösst (oder fragt Ihr den Useser "vor" dem Besuch Eurer Seite ?). Es werden in USA Klickstatistiken erstellt und das ohne einverständnis des Users. Wer es einsetzt riskiert eine Abmahnung. Ich finde das alles auch blöd, aber so ist die Rechtslage. Da derzeit fast überall Google eingesetz wird redet auch keiner gern darüber. Wenn Google aber zusehr andere ausgrenzt wird es sicher Publik gemacht und dann kann Google das in DE vergessen. Dazu sagt Google unter 8.1 Ihrer Richtlinien: "Sie sind ferner verpflichtet, an prominenten Stellen Ihrer Websites eine sachgerechte Datenschutzpolicy zu dokumentieren (und sich an diese zu halten)."

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    @Carsten - Danke dafur den Tipp. Ich teste zur Zeit noch Clicky. Finde ich sehr gut. (https://www.efo.ch/clicky-google-analytics-alternative/) @Fixi - Danke dafur den Hinweis. Das ist allerdings ein anderes Thema, welches ich in diesem Artikel nicht unterbringen wollte.